Wahlen wuppertal 2020 ergebnisse

NRW-Kommunalwahlen 2020 im Live Ticker: Parteien, Prognosen, Ergebnisse

Liveticker zu den Kommunalwahlen in NRW: CDU liegt vorn, SPD verbucht Verluste

  • Am Sonntag fanden in Nordrhein-Westfalen Kommunalwahlen statt.
  • Rund 14 Millionen wahlberechtigte Menschen waren dazu aufgerufen, über Bürger- und Oberbürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte, Kreistage und Bezirksvertretungen und das “Ruhrparlament” abzustimmen.
  • Hier halten wir Sie über alle Entwicklungen auf dem Laufenden.

Düsseldorf/Berlin. Die CDU hat nach einer Prognose des WDR-Fernsehens die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen gewonnen. Die Christdemokraten kommen danach auf 36 Prozent. Die SPD liegt mit 23, 5 Prozent auf Platz zwei. Die Grünen erreichen 19 Prozent.

2014 waren laut NRW-Innenministerium rund 19.350 Mandate vergeben worden – etwa 14.300 an Männer und 5000 an Frauen. Eine Sperrklausel, wie etwa die Fünf-Prozent-Hürde bei Landtagswahlen, gibt es nicht. NRW hat 23 kreisfreie Städte, 373 kreisangehörige Städte und Gemeinden und 31 Kreise.

Begleiten Sie die NRW-Wahlen hier im Liveblog. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Kommunalwahlen in NRW erklären wir hier.

Live-Ticker

Aktualisieren

  • Die Stimmen werden ausgezählt

    Wir beenden unseren Liveticker für heute. Alle neuen Entwicklungen und einen Überblick über die amtlichen Ergebnisse bekommen Sie morgen auf RND.de

  • Kommt es zu Stichwahlen? Was bisher bekannt ist

    Düsseldorf

    Zwischen dem SPD-Amtsinhaber Thomas Geisel und seinem CDU-Herausforderer Stephan Keller ist eine Stichwahl wahrscheinlich. Nach Auszählung von 301 der 454 Stimmbezirke führte Keller mit 31, 36 Prozent vor Geisel mit 28, 29 Prozent.

    Mayen

    Der Herausforderer Dirk Meid hat am Sonntag die meisten Stimmen erhalten. Laut dem vorläufigen Endergebnis entfielen 43, 34 Prozent auf den SPD-Kandidaten. Der bisherige Amtsinhaber Wolfgang Treis (Grüne) erhielt demnach 33, 03 Prozent. Damit zeichnet sich eine Stichwahl am 27. September ab. Die CDU-Herausfordererin Sandra Karduck bekam 23, 63 Prozent.

    Münster

    Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) könnte seine direkte Wiederwahl verpassen. Nach der Auszählung von 235 der 270 Wahlbezirke erreichte er 44, 08 Prozent der Stimmen. Damit wäre eine Stichwahl in zwei Wochen erforderlich. Das zweitbeste Ergebnis in der Studentenstadt schaffte der grüne Bewerber Peter Todeskino mit 28, 8 Prozent. Der SPD-Kandidat Michael Jung kam auf 16, 17 Prozent.

    Dortmund

    SPD-Bewerber Thomas Westphal hat deutlich die meisten Stimmen erhalten. Andreas Hollstein von der CDU belegte am Sonntagabend mit knappem Vorsprung Platz zwei - und würde damit Herausforderer Westphals bei der Stichwahl in 14 Tagen. Nach der Auszählung von 494 der insgesamt 671 Dortmunder Wahlbezirke kam Westphal auf 36, 07 Prozent, Hollstein erreichte 26, 98 Prozent. Die einstige Grünen-Landesvorsitzende Daniela Schneckenburger lag mit 21, 27 Prozent auf dem dritten Platz.

    Köln

    Die amtierende Kölner Rathaus-Chefin Henriette Reker (parteilos) geht von einer Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters in der Millionenstadt aus. Einer Hochrechnung zufolge hat Reker am Sonntag zwar deutlich die meisten Stimmen bei der OB-Wahl bekommen - die absolute Mehrheit verfehlte sie demnach aber knapp. Es zeichnete sich ein Duell mit ihrem SPD-Herausforderer Andreas Kossiski ab.

    Bonn

    Nach Auszählung von mehr als zwei Drittel der Stimmbezirke lag Amtsinhaber Ashok-Alexander Sridharan (CDU) bei 34, 5 Prozent, die Grüne OB-Anwärterin Katja Dörner bei 27, 4 Prozent. Lissi von Bülow (SPD) holte 19, 71 Prozent der Stimmen. Damit könnte es zur Stichwahl kommen.

    Waren

    Im Heilbad Waren an der Müritz kommt es am 27. September zu einer Stichwahl. Wie Wahlleiterin Jacqueline Kleemann erklärte, stimmten beim ersten Wahlgang am Sonntag 38, 5 Prozent der Wähler für Amtsinhaber Norbert Möller (SPD) und 28, 2 Prozent für Stadtvertreter Toralf Schnur (FDP), die sich so für die Stichwahl qualifiziert haben. Dritter wurde mit 25, 5 Prozent der CDU-Stadtvertreter Christian Holz (CDU).

    Mönchengladbach

    Nach ersten Ergebnissen deutet sich eine Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters an. Nach Auszählung von rund zwei Drittel der abgegebenen Stimmen lag SPD-Kandidat Felix Heinrichs mit rund 38 Prozent an der Spitze. Dahinter folgte Frank Boss (CDU) mit 28, 5 Prozent. Grünen-Kandidat Boris Wolkowski konnte demnach knapp 17 Prozent der Wähler überzeugen.

    Wuppertal

    Zwischen dem SPD-Amtsinhaber Andreas Mucke und dem gemeinsamen Kandidat von CDU und Grünen, Uwe Schneidewind, zeichnet sich eine Stichwahl ab. Die beiden Politiker lieferten sich am Sonntagabend ein Kopf-an-Kopf-Rennen weit vor allen anderen Bewerbern. Nach 174 von 272 Ergebnissen kam Mucke auf 38, 8 Prozent und Schneidewind auf 37, 6 Prozent.

    Gelsenkirchen

    Keiner der Kandidaten hat die absolute Mehrheit erreicht. Stadtdirektorin Karin Welge (SPD, 57) erhielt mit 40, 4 Prozent die meisten Stimmen. In der Stichwahl am 27. September tritt sie gegen den CDU-Kandidaten, Rechtsanwalt Malte Stuckmann (42), an. Er holte am Sonntag 25, 1 Prozent. Die drittmeisten Stimmen erreichte der Kandidat der AfD, Jörg Schneider, mit 12, 1 Prozent.

  • Die Stimmen zur Wahl

    Auch in der Bundespolitik wurde auf die Hochrechnungen aus NRW geschaut. In manchen Lagern sorgten sie für Freude, in anderen für Frust. Lesen Sie hier die Reaktionen zu den Kommunalwahlen.

  • FDP-Chef Lindner: Man kann Grünen und Laschet "nur gratulieren"

    FDP-Chef Christian Lindner hat angesichts der Ergebnisse bei den Kommunalwahlen in NRW vor allem die NRW-Grünen und Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gewürdigt. Man könne beiden "nur gratulieren", twitterte Lindner am Sonntag. Für seine eigene Partei zog er als Fazit, dass die FDP etwa dort stehe, "wo sie war." Das Ergebnis bei den Jungwählern scheine stark zu sein.

    Hochrechnungen sahen die FDP am Sonntagabend zwischen 4 und 5 Prozent. Die CDU blieb mit mehr als 36 Prozent deutlich stärkste Kraft in NRW, die Grünen steigerten demnach ihr Ergebnis auf rund 19 Prozent.

  • Kramp-Karrenbauer: Beweis für Vertrauen in CDU-Kommunalpolitik

    Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich zufrieden über den Erfolg ihrer Partei bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen gezeigt. "Die CDU bleibt in NRW prägende Kommunalpartei und ist eindeutig stärkste Kraft", schrieb sie im Kurznachrichtendienst Twitter. "Das ist ein Beweis für das Vertrauen der Bürger/innen in die Arbeit der Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker der CDU NRW!"

    Die Christdemokraten von Ministerpräsident Armin Laschet können nach einer Hochrechnung (19.01 Uhr) für den WDR landesweit mit 36, 2 Prozent der Stimmen rechnen. Sie blieben damit um 1, 3 Prozentpunkte hinter ihrem Ergebnis von 2014 zurück.

  • AfD verliert Stimmenanteile

    Die AfD hat bei den Kommunalwahlen in NRW gegenüber der Europawahl im Mai 2019 Verluste verzeichnet. Laut WDR-Hochrechnung von 19.44 Uhr kommt die rechtspopulistische Partei bei den Stadtrats- und Kreistagswahlen auf 5, 7 Prozent der gültigen Stimmen. Zum Vergleich: Bei der Europawahl vor knapp 16 Monaten hatte die AfD landesweit noch 8, 5 Prozent erreicht. Bei den Kommunalwahlen 2014 hatte die AfD noch keine Rolle gespielt. Damals kam die Anfang 2013 gegründete Partei landesweit auf 2, 6 Prozent.

    Die meisten Stimmen holte die Partei im Mai 2019 in Gelsenkirchen (16, 4 Prozent) und Herne (13, 2 Prozent). Am Sonntagabend lag die AfD in Gelsenkirchen bei den Wahlen zum Stadtrat nach Auszählung von 162 der 206 Stimmbezirke bei 13, 5 Prozent. In Herne kam sie am Sonntag nach Auszählung von 75 der 109 Stimmbezirke auf 9, 0 Prozent.

    Bei der Bundestagswahl im September 2017 hatte die AfD in NRW 9, 4 Prozent erreicht.

  • Laschet: Wahlergebnis auch Anerkennung für Weg während Pandemie

    Der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende und Ministerpräsident Armin Laschet hat den Sieg seiner Partei bei den NRW-Kommunalwahlen als Anerkennung für den "Weg von Maß und Mitte in der Pandemie" bezeichnet. Laschet sagte am Sonntagabend in Düsseldorf, dieser Weg "war richtig, ist richtig und bleibt in Zukunft auch richtig" für Nordrhein-Westfalen.

    Den Sieg der CDU "in dieser Größenordnung" hätten viele nicht erwartet in einem Land, das 50 Jahre von der SPD regiert worden sei. Drei Jahre nach der Landtagswahl sei die CDU in NRW "tief verankert", sagte Laschet. Seine Partei habe gezeigt, dasss sie sowohl im ländlichen Raum als auch in den große Metropolen und im Ruhrgebiet gewinnen könne.

  • Kommentar: Ein starkes Stück Deutschland

    In der ersten Wahl seit Ausbruch des Coronavirus haben Land und Leute die Nerven behalten. Die größten Gewinner sind die Grünen, ein weiterer Sieger Armin Laschet. Sein mittiger Kurs, der niemanden abstößt, hat sich abermals bewährt, kommentiert Matthias Koch.

  • SPD-Fraktionsvize Post: "Tag mit Licht und Schatten"

    Für die SPD ergibt sich aus bundespolitischer Sicht ein gemischtes Bild aus der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen. So sprach der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und Chef der NRW-Landesgruppe, Achim Post, von einem "Tag mit Licht und Schatten": "Auf der einen Seite stehen die sich abzeichnenden Erfolge in etlichen Städten und Gemeinden, auf der anderer Seite geben uns die Verluste in der landesweiten Zustimmung zu denken", sagte Post dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Montag).

    Mit Blick auf die Stichwahlen in mehreren Städten und Gemeinden sagte er: "Die Chancen stehen vielerorts gut, dass die SPD-Kandidatinnen und -Kandidaten im zweiten Wahlgang die Nase vorn haben werden."

    Als Erfolg hob Achim Post hervor: "Die SPD verteidigt Platz zwei in NRW und hält die Grünen auf Distanz." Zwar hätten die Grünen Zugewinne verbuchen können, zur vielfach erwarteten "grünen Welle" in ganz NRW sei jedoch nicht gekommen, so der Bundestagsabgeordnete.

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Kommunalwahlen in NRW sind Stimmungstest für Parlamentsparteien

Normalerweise erzeugen Wahlen auf kommunaler Ebene keine große Aufmerksamkeit. Das ist anders, wenn im bevölkerungsreichsten Bundesland gewählt wird. Knapp 14 Millionen Menschen sind am Sonntag aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Und auch wenn lokale Persönlichkeiten im Vordergrund stehen – die NRW-Wahlen gelten als wichtiges Trendbarometer für die großen Parteien im Bundestag.

Wahlen in NRW: Alle Augen auf Laschet

Zudem ist es die letzte große Wahl vor dem CDU-Bundesparteitag im Dezember, auf dem die Mitglieder ihren neuen Parteivorsitz wählen. Mit Armin Laschet gehört auch der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen zur engeren Auswahl für den neuen Posten. Zudem ist er ein Anwärter auf eine CDU-Kanzlerkandidatur bei der nächsten Bundestagswahl.

Natürlich werde Laschet daher versuchen, herausragende CDU-Ergebnisse in NRW auch auf seine Fahne zu schreiben, sagte der Münsteraner Professor für Kommunalpolitik, Norbert Kersting, der Deutschen Presse-Agentur.

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Kommunalwahlen in NRW: Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Im bevölkerungsreichsten Bundesland sind am Sonntag mehr als 14 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. © Reuters

Ein schlechtes Abschneiden der CDU wäre wiederum Wasser auf die Mühlen von Laschets Gegnern. Allerdings holen die Christdemokraten in NRW seit 1999 bei Kommunalwahlen regelmäßig landesweit die meisten Stimmen: 2014 war die CDU erneut mit 37, 5 Prozent Siegerin der Kommunalwahl, vor SPD (31, 4), Grünen (11, 7) sowie FDP und Linken (jeweils 4, 7).

SPD mit Wahrnehmungsproblem

Auch die SPD dürfte gespannt nach NRW blicken. Eine repräsentative Umfrage prognostizierte der Partei kürzlich viele Mandatsverluste. Landeschef Sebastian Hartmann hatte daher ausdrücklich darauf gedrungen, Bundesfinanzminister Olaf Scholz schnell als Kanzlerkandidaten zu nominieren, weil das “für die Kommunalwahlen in NRW Rückenwind bedeuten würde”.

Kersting stellt ein Wahrnehmungs- und Rollenproblem der SPD fest. Die seit Jahren in großen Koalitionen mitregierende SPD sei “nicht mehr die zentrale Oppositionspartei”. Weltweit sei ein Trend zu erkennen: “In vielen Hauptstädten regiert die Opposition. Hier machen sich vor allem Gegentrends fest." In der Landeshauptstadt Düsseldorf könnte das den Umfragen zufolge jedoch in diesem Jahr scheitern.

NRW: Grüne könnten OB-Posten gewinnen

Deutlich optimistischer können die Grünenauf die Kommunalwahlen in NRW schauen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap für mehrere Medien kann die Partei mit Zugewinnen in zahlreichen Kommunen und möglicherweise ersten Oberbürgermeisterposten in NRW rechnen. Die Ökopartei dürfte dabei in besonderem Maße von Jungwählern profitieren. Bei Kommunalwahlen dürfen Bürgerinnen und Bürger schon ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben.

Vor allem in Aachen – Geburtsstadt von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) – sieht es danach aus, als hätten die Grünen gute Chancen, erstmals einen OB-Sessel in NRW zu erringen. Ihre Aachener Kandidatin Sibylle Keupen darf der Umfrage zufolge auf 35 Prozent Zustimmung hoffen und läge damit deutlich vor den Kandidaten von CDU und SPD. Dass das besonders wehtue, wollte Laschet nicht bestätigen: Aachen sei “eine Stadt wie jede andere”, in der noch “gerungen und geworben” werde.

“Nebenrolle” für die AfD in NRW

Für die AfD, die bei der Kommunalwahl 2014 mit 2, 5 Prozent der Stimmen so gut wie keine Rolle gespielt hatte, deutet sich der Befragung zufolge auch 2020 kein Höhenflug in Nordrhein-Westfalen an: Mit 8 Prozent hätte sie derzeit bei Stadtratswahlen ihre besten Werte in Duisburg, Essen und Siegen zu erwarten.

Laut Wählerforschung habe die AfD aber theoretisch Potenzial, von einem Viertel bis einem Drittel der Bevölkerung in Deutschland, “die diesem Spektrum latent nahestehen”, gewählt zu werden, berichtete Kersting. “Die AfD hat allerdings von der Corona-Pandemie nicht profitieren können – im Gegenteil. Das war die Stunde der Exekutive.” Auch im Sammelbecken der Corona-Leugner und Demonstrierenden verschiedenster Gruppierungen sei die Partei “in eine Nebenrolle geraten”.

“Staat, Sex, Amen”

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